Rübezahl
die sustainability challenge
Vom Feld zum Viertel – Foodcoops stärken
Service learning partner*in
Die Foodcoop Rübezahl 17 ist ein Verein, der sich für Ernährungssouveränität und gesellschaftspolitische Entwicklung am Hernalser Spitz einsetzt. Ziel ist es, Vertrauen durch direkte Kontakte zwischen Konsumentinnen und Produzentinnen zu fördern. Dadurch erhalten Mitglieder Einblicke in die Lebensmittelproduktion und zeigen Wertschätzung für die Arbeit der Landwirt*innen. Wir unterstützen gezielt kleine, regionale und biologische Landwirtschaft. Unsere Foodcoop ist nicht nur ein Lebensmittellager, sondern auch ein sozialer Treffpunkt, an dem Wissen und Erfahrungen gemeinsam gesammelt werden.
Webseite: https://rübezahl17.at/
Fragestellung
Wie können wir, alternative Einkaufsmöglichkeiten wie Foodcoops für den urbanen Raum attraktiver und zugänglicher machen, um regionale Wertschöpfungsketten zu stärken.
Problemverständnis
Durch die Teilnahme an der SC möchten wir, mit engagierten Studierenden zusammenzuarbeiten, um die Herausforderungen von FCs und Selbst-Mitmach-Supermärkten besser zu verstehen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es uns, innovative Ansätze zu entwickeln, um potenzielle Mitglieder gezielt zu informieren und zu gewinnen. Auch andere FCs kämpfen mit sinkenden Mitgliederzahlen. Gemeinsam können wir daran arbeiten, das Bewusstsein für nachhaltige Ernährung zu stärken und die Gemeinschaft zu fördern.
Viele Verbraucher*innen sind sich nicht bewusst, dass nur ein Bruchteil der Kosten im Supermarkt tatsächlich bei den Produzent*innen ankommt. Diese Ungerechtigkeit führt zu einer Entfremdung von der Herkunft unserer Nahrungsmittel und schwächt die lokale Landwirtschaft. Als Gesellschaft sollten wir uns dieser Fragestellung annehmen, um nachhaltige, faire Strukturen zu fördern, die sowohl Produzent*innen als auch Konsument*innen zugutekommen.
Mit diesem Projekt wollen wir die Existenz von Foodcoops und alternativen Einkaufsmöglichkeiten stärken. Durch die Zusammenarbeit mit einem Studierenden-Team möchten wir innovative Ansätze entwickeln, um Menschen über die Vorteile nachhaltiger Ernährung zu informieren und sie zu motivieren, aktiv an Foodcoops oder Selbst-Mitmach-Supermärkten teilzunehmen. Unsere Motivation liegt darin, das Bewusstsein für faire und regionale Lebensmittel zu schärfen.
Im Rahmen der Sustainability-Challenge haben wir für den 29. Mai 2026 einen Tag der
offenen Lagertüren der Wiener FoodCoops geplant. An diesem Tag öffnet Rübezahl 17 seine Türen und stellt Interessierten ihr Konzept vor. Außerdem werden weitere FoodCoops aus Wien an dem Event teilnehmen und ihre Lagertüren öffnen. Der Tag soll den Zweck erfüllen, lokale Bewohner*innen für die FoodCoop in ihrer Nähe zu begeistern, langfristig neue Mitglieder zu generieren und Bewusstsein für FoodCoops als nachhaltige Alternative zu schaffen.
Ganz dem Slogan folgend: “Zu ana FoodCoop is’ oft nur a Katzensprung”, öffnen alle
teilnehmenden FoodCoops am selben Tag ihre Türen und veranstalten ein Straßen- bzw.
Sommerfest. Bei Getränken und Kleinigkeiten zum Essen können Informationen über
FoodCoops verbreitet und somit mehr Mitglieder gewonnen werden. Zusätzlich wird dabei die Nachbarschaft besser kennengelernt, die Gemeinnützigkeit des Vereins gestärkt und (Wohn-)straßen lebendiger.
Die Veranstaltung wird vom Team der Sustainability Challenge organisiert, welches auch
offizieller Veranstalter ist. Das Team unterstützt die FoodCoops in einigen Punkten – bei der Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und mit Materialien. Teilnehmen können alle FoodCoops innerhalb von Wien.
Datum des Events ist Freitag der 29. Mai 2026, der Zeitrahmen ist von 14:00 bis 20:00 Uhr, in diesem kann selbst entschieden werden, ab wann die Türen geöffnet werden und wann geschlossen wird. Die erste Frist für die Anmeldung zum Mitmachen beim Tag der offenen Tür ist der 18. Februar 2026. Die Anmeldung erfolgt via Umfrage, dabei ist mind. eine Kontaktperson und die etwaige Ressourcenabschätzung bereits anzugeben. Es empfiehlt sich daher, dies schon vorher intern zu klären.
Als wichtigstes Ergebnis unseres Projektes mit Rübezahl17 sehen wir die Vernetzung, das
Community-Building und das Generieren von Mitgliedern für Wiener FoodCoops und vor
allem für Rübezahl17, im Rahmen des Tages der offenen FoodCoops am 29.05.2026.
Ursprünglich planten wir den Tag nur für unseren Projektpartner Rübezahl 17. Schnell
wurde jedoch klar, dass auch andere FoodCoops in Wien Interesse haben. Mithilfe von
Fragebögen konnten wir 14 weitere Einkaufsgemeinschaften gewinnen.
Der Tag selbst war ein voller Erfolg: Bei strahlendem Sonnenschein gestaltete jede
FoodCoop ihr eigenes Programm. Bei Rübezahl 17 sorgte eine Sängerin mit
Ziehharmonika für besondere Stimmung, bei einer anderen FoodCoop legte ein DJ auf.
Um Besucher*innen zu informieren, entwickelten wir ein Infoposter sowie drei interaktive
Poster zu Meinungen, Lebensmittelwünschen und Einkaufsalternativen. Die
Rückmeldungen waren durchweg positiv. Die teilnehmenden FoodCoops möchten
wieder mitmachen. Wir hoffen, dass es in Zukunft weitere solche Tage gibt — vielleicht
sogar österreichweit.
Der Impact unseres Projekts lässt sich auf drei wesentliche Ebenen herunterbrechen:
die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls innerhalb der Wiener FoodCoop-Bewegung,
die Schaffung öffentlicher Aufmerksamkeit für das Thema FoodCoops und die
Gewinnung potenzieller neuer Mitglieder.
Durch die gemeinschaftliche Planung konnten sich 15 Wiener FoodCoops vernetzen
und haben sich in einem gemeinsamen Treffen kennengelernt. Intern und auch mit den
Besucher*innen entstanden Gespräche über gemeinsame Werte wie gesundes Essen,
Ernährungsouveränität und Gemeinschaft. Des Weiteren hat der Tag auch medial
Wirkung gezeigt. BOKU Wien, Heute.at und regionale Medien haben im Vorhinein über
die Veranstaltung berichtet und trugen dazu bei, FoodCoops als Alternative zum
Supermarkt in der Öffentlichkeit zu verankern. Der unmittelbarste Impact war die
Gewinnung potenzieller neuer Mitglieder. Zahlreiche Neugierige kamen vorbei,
informierten sich anhand der Poster und setzten sich aktiv mit der Frage auseinander,
ob eine FoodCoop-Mitgliedschaft etwas für sie sein könnte.
Inhaltlich haben wir uns alle intensiv mit dem Thema FoodCoops auseinandergesetzt
und wussten davor gar nicht so richtig, um was es sich bei einer FoodCoop handelt.
Diese Wissenslücke hat sich im Laufe der Sustainability Challenge geschlossen und uns
für alternative Ernährungssysteme sensibilisiert.
Außerdem haben wir viel über Projektmanagement in der Gruppe gelernt. Hierbei
spielten klare Rollenverteilung und offene Kommunikation in der Gruppe und auch mit
Rübezahl17 eine wichtige Rolle. Besonders die Koordination von 15 FoodCoops hat
gezeigt, wie wichtig strukturierte Abläufe und verlässliche Absprachen sind. Ein
wichtiges Learning hierbei war, dass man nicht für andere denken darf, weil das
Interesse der FoodCoops am Ende viel größer war als gedacht.
In der Teamarbeit haben wir gemerkt, dass es nicht immer so einfach ist, sich zu
einigen, wenn Menschen aus verschiedenen Hintergründen zusammenkommen. Aber
genau darin haben wir auch unsere Stärke gefunden. Als Gruppe kann man Großes auf
die Beine stellen, so auch einen Tag der offenen Tür
starke Partnerschaften
Partner

Christian Hirsch
„Ich engagiere mich, um den Wert von Lebensmitteln zu betonen und die Produzent*innen dahinter sichtbar zu machen. Mein Ziel ist es, die Verbindung zwischen Konsument*innen und Produzent*innen zu stärken, damit die Wertschöpfung vor Ort bleibt – insbesondere in Bezug auf die SDGs 12, 13, 2 und 11.“
gute unterstützung
Mentorinnen

Yvonne Franz
Universität Wien
„Nachhaltigkeit wird nicht nur an Worten, sondern vielmehr an Taten gemessen. Die Sustainability Challenge liefert einen wichtigen Beitrag, die notwendigen Fähigkeiten von Ideenfindung bis zur Umsetzung nachhaltiger Praktiken gemeinsam zu entwickeln. Ich freue mich, meine Expertise aus der Perspektive der geographischen Stadtforschung einbringen zu können und mich mit den engagierten Studierenden weiterzuentwickeln. Challenge accepted!“

Julia Wesely
Universität Wien



