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Das unkomplizierte Carsharing-System

Das Ziel von Carlos Carsharing war es, ein einfach anzuwendendes Carsharing System für Privatautos in Wohnanlagen zu schaffen. Carsharing Systeme gibt es viele, doch meistens funktionieren diese über die Bereitstellung neuer PKWs, wodurch ein enormer Ressourcen- und Energieaufwand entsteht. Bei Carlos Carsharing sollte ein Carsharing System entwickelt werden, das die vorhandenen PKW Ressourcen bestmöglich nutzt und dadurch den Bedarf an Neuanschaffungen verringert. Bei unserem Projekt haben wir uns bewusst auf Wohnanlagen konzentriert, da diese einige Vorteile bieten. Eine von uns durchgeführte Befragung mit über 100 teilnehmenden Personen ergab, dass Bewohner*innen einer Wohnanlage eher geneigt sind, ihr persönliches Auto in ihrer Nachbarschaft zu vermieten, als an eine völlig fremde Person. Gleichzeitig bietet die Vermietung in der Nachbarschaft Vorteile für den/die Mieter*in, da jedes potentielle Mietauto direkt vor der Haustür geparkt ist. Carlos Carsharing sollte aus einer Kombination von einem online Buchungssystem und einer Schlüsselbox für die reibungslose Schlüsselübergabe bestehen. Diese Kombination sollte unkompliziert und zeitsparend potentielle Mieter*innnen und Vermieter*innen zusammenführen. Der Betrieb und die Instandhaltung der Carsharing Plattform sollte die finanzielle Grundlage von Carlos Carsharing und die Kraft von Carlos Carsharing gleichzeitig in der einfachen Skalierbarkeit liegen. Das System sollte so einfach zu bedienen sein, dass es sich einfach auf jede der über 60.000 Wohnanlagen in Wien übertragen lässt.

Um unser Konzept, das wir im Herbst und Winter 2018/2019 entwickelt haben, in die Tat umzusetzen, suchten wir den Kontakt mit Wohnanlagen in Wien, die bereit wären, ein Pilotprojekt zu starten. Nach einiger Recherche stießen wir auf das Wohnprojekt Wien im 2. Wiener Gemeindebezirk. Dieses hatte bereits ein Carsharing System für die Bewohner*innen der Anlage etabliert, das jedoch über die Jahre zum Erliegen gekommen war. Erste Gespräche mit dem Mobilitätsbeauftragten verliefen sehr positiv, sodass eine Mobilitätssitzung mit interessierten Bewohner*innen einberufen wurde, in der wir uns über die Erfahrungen mit dem bestehenden Carsharing System austauschten. Da unsere Gruppe sich aber dagegen entschied, das Start-up Projekt über die Sustainability Challenge hinaus weiterzuverfolgen, verblieben wir mit der Herstellung eines Kontakts zwischen dem Wohnprojekt Wien und der Carsharing Plattform des ÖAMTC Mobito. Die Bewohner*innen dürften sich bald wieder über ein funktionsfähiges Carsharing System freuen.

Studierende

Johannes Stangl
Daan Scheepens
Otto Barnert
Maria Lorbek
Georg Wollmann