Wiener Stadtwerke GmbH

Diversität ein Gesicht geben

Wie können Vielfalt und Diversität in einem Unternehmen mit rund 16.000 Mitarbeiter/innen ein Gesicht erhalten? Welche spezielle Rolle nehmen Frauen in diesem Feld ein? In den letzten beiden Semestern wurden für die Beantwortung dieser Fragen außerordentlich viele Stunden in Gruppentreffen, Meetings mit den Projektpartner*innen, Coaching-Termine mit der wissenschaftlichen Begleitung und in individuelle wissenschaftliche Recherchen investiert.

Die Umsetzung dieser Herausforderung wurde auf drei Ebenen gestellt.

  1. Zugeschnitten auf die Unternehmensstruktur wurde ein umfassendes theoretisches Fundament über die Konzepte der Diversität und Vielfalt erarbeitet. Neben der einheitlichen Definition wurden auf Basis von wissenschaftlichen Untersuchungen und Best Practice Beispielen, Handlungsempfehlungen in einer schriftlichen Ausarbeitung zusammengetragen. Diese Ausarbeitung trägt den Titel: “Diversity Management – Übersicht, Status und Empfehlungen”. Wie der Name erkennen lässt, soll dies ein Grundsatzdokument für zukünftige Maßnahmen darstellen. Das Ziel war es, dass anhand des Dokuments darauf aufmerksam gemacht werden kann, auf wie vielen Ebenen ein Konzern von einem gezielten Diversity Management profitieren kann.
  2. Zusätzlich zu den wissenschaftlichen Rechercheergebnissen bzw. schriftlichen Abhandlungen war es dem Projektteam wichtig, die aktuelle Situation in den Wiener Stadtwerken GmbH und Wiener Linien GmbH in dem Dokument festzuhalten. Gemeinsam mit den Projektpartner*innen wurde entschieden, dass die beste Möglichkeit, Informationen über den Status Quo im Unternehmen herauszufinden, leitfadengestützte Interviews mit verschiedenen Führungspersönlichkeiten wären. So wurden im April 2019 7 Personen intensiv befragt und die Ergebnisse wissenschaftlich in die Ausarbeitung eingegliedert. Selbstverständlich ist das Dokument nicht der erste Schritt in der Implementierung von Diversity Management im Konzern. Mitarbeiter*innen berichten bereits in vielen Bereichen über ein sehr gutes Klima und engagierte Führungspersonen. Nichtsdestotrotz kann mithilfe einer zentralen Ausarbeitung die Arbeitssituation weiterer Mitarbeiter*innen verbessert werden – speziell in Bereichen die vielleicht noch nicht als Problembereiche erkannt wurden.

  3. Um diese Informationen möglichst adäquat im Unternehmen verbreiten zu können werden die zentralen Ergebnisse des Dokuments “Diversity Management – Übersicht, Status und Empfehlungen” im Rahmen eines Jour-Fixe für Führungskräfte im Unternehmen vorgestellt. Damit sollen die Ideen, die hinter einem konzernweiten Diversity-Management stecken von den Personen übernommen werden, die für das Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen verantwortlich sind und direkten Einfluss auf die Unternehmenskultur nehmen können

Das Projektteam bedankt sich bei den Wiener Stadtwerken und den Wiener Linien für die produktive Zusammenarbeit.

Studierende

Ella Lucie Brandner
Carmen Strobel
Julia Tanzer
Silvia Waldbach
Aaron Wedral
Patrick Winter