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BMNT / klimaaktiv / Österreichische Energieagentur

Klimakommunikation – wie schaut eine Klimafreundliche Zukunft aus?

Bereits seit Jahrzehnten werden wissenschaftliche Erkenntnisse zu Ursachen und Folgen des Klimawandels gegenüber einer breiten Öffentlichkeit kommuniziert. Und dennoch reagieren viele Menschen, statt auf eine Lösung des Problems hinzuarbeiten, mit Verdrängung. Gründe für diese Schutzmechanismen der Psyche sind mitunter die Komplexität und Abstraktheit der Thematik sowie die Art der Kommunikation, etwa die weit verbreitete Katastrophenkommunikation ohne Aufzeigen von lösungsorientierten Handlungsmöglichkeiten.

In Anbetracht dieses Status quo stellen wir uns im Rahmen unseres Projekts der Herausforderung einer positiven Klimakommunikation, welche den Menschen jene schönen Aspekte des Lebens aufzeigt, für die es sich lohnt das Klima zu schützen. Dadurch soll ihnen Mut gemacht werden, diese durch eigene Handlungen zu schützen und letztlich zu einer klimafreundlichen Zukunft beizutragen.
Insofern planen wir, auf Basis neuester Erkenntnisse aus den Kommunikationswissenschaften, eine Kampagne, in deren Mittelpunkt die “positive Klimakommunikation” steht.

Dafür werden Plakate gestaltet, die verschiedene Menschen mit einem Herz in der Hand zeigen. Dieses Herz ist beschriftet mit einer Liebesbotschaft und einem Lebensaspekt, den die abgebildete Person liebt. Die Liebe zu diesem und der daraus hervorgehende Wunsch ihn zu bewahren, fungiert als Beweggrund, aktiv zum Klimaschutz beizutragen. So könnte beispielsweise eine Großmutter aufgrund der Liebe zu ihren Enkelkindern bereit sein, zum Klimaschutz beizutragen.

Welcher Aspekt des Lebens es den jeweiligen Personen wert ist, sich am Klimaschutz zu beteiligen, kann dabei ganz unterschiedlich aussehen. Das zentrale Narrativ, ausgedrückt durch den geliebten Aspekt X und der dazugehörigen immer identischen Aussage, die den Zusammenhang zur Notwendigkeit des Klimaschutzes herstellt, bleibt davon unberührt.

Unsere Kampagne zielt darauf ab, zur Bewusstseinsbildung möglichst vieler Menschen beizutragen. Kooperationen mit verschiedenen privaten und öffentlichen Institutionen bzw. Organisationen ermöglichen uns die Anbringung der Plakate. Diese sollen ihre Bekanntheit bezwecken und dazu animieren, selbst ein Herz, welches von uns zur Verfügung gestellt wird, zu beschriften und es auf verschiedenen Social-Media-Kanälen zu teilen.

Insofern zeigen die geliebten Aspekte des Lebens, unmittelbare Gründe auf, für die es sich lohnt durch eigene Handlungen das Klima zu schützen. Anstatt der Verdrängung des Klimawandels aufgrund der wahr-genommenen Ohnmacht konstituieren jene geliebten Aspekte letztlich den Mut und die Lust, klimabewusste Handlungen wahrzu-nehmen und somit an der Lösung des Problems teilzuhaben.

Studierende

Universität Wien: Mathias Hagleitner, Yannic Wexenberger
BOKU: Tobias Glatter, Christiane Hörmann
WU: Verena Unger