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UPthat

Upcycling-Workshops

Jährlich entstehen tausende Tonnen an Textilabfällen in Österreich. Das Konsumverlangen nimmt immer größere Maßstäbe an und die Textilmüllberge wachsen stetig. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, in der, ohne lang nachzudenken, Produkte im Müll landen, weil an jeder zweiten Ecke sowieso ein neues gekauft werden kann. Leider geschieht dies auch in der Modebranche sehr häufig, wobei es aber einige Alternativen gäbe, den Lebenszyklus von Textilien zu verlängern. Meine Lösung ist Upcycling. Dabei geht es um die Erhaltung des vermeintlichen Abfalls, um daraus kreative und neuartige Kreationen entstehen zu lassen.
 
Durch das Umfunktionieren erfährt der „Abfall“ eine Wertsteigerung und die Textilien werden gleichzeitig vor der Müllhalde bewahrt. Im Gegensatz zu Recycling fällt bei Upcycling der Bedarf an neu zu produzierenden Rohmaterialien deutlich geringer aus. Um Bewusstsein für das Ressourcenproblem zu schaffen, möchte ich Kleidungs-Upcycling-Workshops unter dem Namen „UPthat“ anbieten. Damit sollen sich interessierte Personen aktiv mit der Schonung von Ressourcen auseinandersetzen, indem sie selbst ihr eigenes altes Kleidungsstück (mithilfe von mir als Workshopleiterin) in ein neues Produkt umwandeln. Vor allem die Erinnerung und somit der emotionale Wert, der für die Kundinnen und Kunden an deren Kleidungsstück hängt, kann mithilfe des Upcyclings erhalten werden. Die unmittelbare Erfahrung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Workshop, ihr eigenes Textil in ein neues Produkt umzunähen, soll zusätzlich verdeutlichen, wie viel Zeit und Arbeit hinter Kleidungsstücken stecken. Alles in allem soll die Wertschätzung für Bekleidung vermehrt steigen.
 

Im Rahmen der Sustainability Challenge ist es mein Ziel, das geplante Businessmodell in der Praxis zu testen und einen ersten Workshop zu veranstalten. Dabei möchte ich vor allem nähere Informationen in Bezug auf die zu fokussierende Zielgruppe und die Zahlungsbereitschaft potenzieller Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen, was ich durch einen eigens erstellten Feedbackbogen anschließend auswerten werde. Außerdem soll mir, nachdem ich den Test-Workshop geleitet habe, klar werden, welche Gruppengröße ich maximal betreuen kann, welche Workshop-Dauer geeignet, sowie welcher Schwierigkeitsgrad den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei den von ihnen selbst upgecycelten Modellen zumutbar ist.

Studierende

Olivia Gangol, WU