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Klima- und Energiefonds

Ausweitung grüner Investitionsformen für Bürger*innen im Rahmen der Umsetzung der „Green Finance Agenda“ der Bundesregierung

Damit Österreich 2040 klimaneutral wird (Aus Verantwortung für Österreich. Regierungsprogramm 2020-2024, Seite 104), reichen die Anstrengungen der Politik und der staatlichen Verwaltung nicht aus. Neben Mitteln aus öffentlicher Hand braucht es auch privates Kapital, das in Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsmaßnahmen investiert wird (ebd., Seite 108 f). Um dieses Kapital aufzubringen, soll die „Green Finance Agenda“ der österreichischen Bundesregierung umgesetzt werden.

Unser Ziel ist es, einen Beitrag zur Implementierung der „Green Finance Agenda“ der Bundesregierung zu leisten. Der Klima- und Energiefonds, das BMK, die WU und wir Studierende überlegen gemeinsam, wie ein grüner Finanzmarkt geschaffen werden kann, der geeignete Rahmenbedingungen für die Mobilisierung von privatem Kapital bietet. Das Angebot nachhaltiger Investitionsformen soll verbessert werden, um Bürger*innen zu motivieren, ihr Geld in ökologisch und sozial nachhaltige Projekte und Unternehmen anzulegen.

Mittels Literaturrecherche möchten wir herausfinden, welche grünen Investitionsformen es derzeit in Österreich und im europäischen Raum gibt und welche zusätzlichen nachhaltigen Anlageformen für Österreich geeignet erscheinen. Zudem wird untersucht, nach welchen Kriterien Investitionsformen als „grün“ oder „nachhaltig“ gekennzeichnet werden und welche Institutionen in Österreich für die Implementierung und Überwachung zuständig sind. Außerdem prüfen wir, ob eine „Bürger*innen-Stiftung Klimaschutz“ ein Instrument sein könnte, klimafreundliche Investitionen zu erhöhen und ob eine solche Stiftung in Österreich umgesetzt werden kann.

Unsere Recherche hat gezeigt, dass es zahlreiche Research und Rating Agenturen gibt, die auch nachhaltige Fonds bewerten, darunter beispielsweise das österreichische Umweltzeichen, das nachhaltige Investitionsinstrumente auszeichnet. Des Weiteren wurde ersichtlich, dass es derzeit noch kaum Vorstellungen davon gibt, welches Volumen es in den unterschiedlichen österreichischen Branchen und Industrien braucht, um die Klimaziele zu erreichen. Hinsichtlich der Bürger*innen-Stiftungen lässt sich sagen, dass diese keine „Anlageformen“ im engeren Sinn sind, denn der erwirtschaftete Gewinn fließt in grüne Projekte und wird nicht an die Investor*innen ausbezahlt. Allerdings birgt eine “Bürger*innen-Stiftung Klimaschutz” dennoch das Potential, Kapital zu sammeln und langfristig für Klimaschutzprojekte zu verwenden.

Studierende

BOKU: Andrea Gutsohn
TU Wien: Bernhard Weissenbach
Uni Wien: Anna Lumerding, Josef Mühlbauer, Sophie Nedlin
WU Wien: Carina Edelmaier