Skip to content

ÖBAG

Soziale Verantwortung in den ÖBAG-Unternehmen.

Dass sich gesellschaftlicher Wohlstand und Lebensqualität anhand des Anstiegs des Bruttoinlandsprodukts beschreiben lassen, ist ein mehr und mehr kritisch diskutiertes Paradigma unserer Gesellschaft. Zentral im Diskurs steht dabei meist die Frage, ob eine kapitalorientierte Gesellschaftsordnung mit nachhaltiger Entwicklung Hand in Hand gehen kann, denn zu groß sind bekannterweise die negativen Begleiteffekte bisherigen intensiven Wirtschaftens und negativ die Prognosen. Die zweite Dekade des 21. Jahrhunderts prägt dabei vor allem eines: das Erreichen der im Jahr 2015 ausgerufenen nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der UN-Mitgliedsstaaten.

Auch Wirtschaftsakteure stehen hierbei zunehmend unter gesellschaftlichem Druck und in der Pflicht, eine Sozial- und Umweltverträglichkeit ihrer Geschäftstätigkeit zu gewährleisten und ihre bisherigen Praktiken zu reflektieren. Ein Spannungsfeld, wenn man bedenkt, dass das Wachstumsparadigma gleichzeitig noch tief in der Denkweise unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems verankert ist und in der Vergangenheit oftmals isoliert betrachtet wurde. Unternehmen nehmen sich jedoch zunehmend ihrer Verantwortung an, bauen Kapazitäten in puncto Nachhaltigkeit aus, setzen Ziele und entwickeln Strategien und Maßnahmen, so auch in Österreich.

Die österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG), die als unabhängige Holding 11 staatliche Beteiligungen mit einem Gesamtwert von derzeit rund 19,38 Milliarden Euro steuert und dadurch einen großen Beitrag zum Bundeshaushalt Österreichs leistet, erkennt das Thema Nachhaltigkeit in ihrer Geschäftstätigkeit an und berücksichtigt entsprechende Kriterien in strategischen Entscheidungen. In ihren Portfoliounternehmen fördert und fordert sie Nachhaltigkeit ein. Doch wo stehen jene Unternehmen heute dabei, einen Beitrag zur Erreichung der SDGs zu leisten, inwieweit richten sie ihre Geschäftstätigkeit in Richtung Nachhaltigkeit aus und wo liegen fördernde und hemmende Faktoren?

Aufbauend auf diesen Fragen betrachten wir im Rahmen unseres Projektes die sechs größten ÖBAG-Unternehmen. Im Vordergrund steht dabei die Bewertung ihres Beitrags zu ausgewählten Subzielen der SDGs 8, 13 und 17. Mithilfe der Analyse branchenspezifischer sozial-ökologischer Herausforderungen und der Durchführung von Interviews mit ExpertInnen, setzen wir uns mit der öffentlich einsehbaren Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen auseinander.

Darauf aufbauend erlangen wir, durch Gespräche mit Verantwortlichen aus den Unternehmen, Erkenntnis über die unternehmensspezifische Verankerung der gewählten SDGs und ihren Beitrag. Durch eine Gegenüberstellung von Zielen, Maßnahmen und Best-Practices erhoffen wir uns Wissensaustausch zwischen den Unternehmen und die Entwicklung zielgerichteter Handlungsempfehlungen für eine soziale, nachhaltige Transformation bis 2030.

Studierende

Angewandte: Khadisha Dabayeva
BOKU: Lea Kießling
TU Wien: Matei Anca, Lukas Baumgartner
WU Wien: Jakob Fischer, Bettina Meinhart