Hanfbausystem
HanfBauSysteme setzt auf die industrielle Herstellung biobasierter Baustoffe und entwickelt dabei speziell Hanfkalk-Fertigteilwände. So treibt das Unternehmen die Bauwende voran und leistet einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig eröffnet das Projekt die Chance, großflächig gesunden, schadstoffarmen Wohnraum mit hoher Energieeffizienz zu schaffen.
Das Bauwesen zählt zu den emissionsintensivsten Industriezweigen: Bei Errichtung und Betrieb entstehen große Mengen Treibhausgase. Gleichzeitig kommen fossile Baustoffe und Materialien zum Einsatz, die Schadstoffe in den Innenraum abgeben – mit Folgen für Raumluft und Gesundheit, besonders für Allergiker und Asthmatiker.
HanfBauSysteme setzt hier an und adressiert CO₂-Emissionen, Innenraumschadstoffe sowie Energie- und Effizienzthemen mit Hanfkalk als Baustoffalternative. Der Hanfanbau stärkt zudem regionale Wertschöpfung und unterstützt nachhaltigere Landwirtschaft. Damit greift das Projekt die SDGs 3, 7, 8, 9, 11, 12, 13 und 15 auf.
HanfBauSysteme verfolgt das Ziel, Hanfkalk als echte, nachhaltige Baustoffalternative auf den Markt zu bringen. Kern des Konzepts ist der Aufbau einer durchgängigen Lieferkette – vom Rohstoff Hanf über die Verarbeitung bis zur industriellen Herstellung standardisierter Baustoffkomponenten. Das zentrale Element des Unternehmens ist die Entwicklung und Produktion von Hanfkalk-Fertigteilwänden, die als standardisierte Bauteile direkt in Gebäuden eingesetzt werden können. Hanf-kalk besteht aus Hanfschäben, dem holzigen Kern der Hanfpflanze, vermischt mit Wasser und Kalkbinder. Für hohe Tragfähigkeiten wird zusätzlich ein Holzständerwerk integriert. Die Vorfertigung spielt eine zentrale Rolle: Sie gewährleistet eine gleichbleibend hohe Material- und Bauteilqualität, minimiert Baufehler und senkt gleichzeitig Produktions- sowie Baukosten. Durch die Nutzung standardisierter, vorgefertigter Elemente wird Hanfkalk in größerem Maßstab verfügbar, wodurch die Skalierbarkeit nachhaltiger Bauprojekte deutlich erleichtert wird.
Im Rahmen der Sustainability Challenge wurde die Start-up-Idee intensiv
weiterentwickelt und auf ein solides Fundament gestellt. Wir haben zentrale Bereiche
wie Customer Discovery, Marktanalyse, Finanzplanung und Geschäftsmodellentwicklung ausgearbeitet und zu einem belastbaren Businessplan zusammengeführt. Zuletzt lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung und Erprobung des Prototyps. Dabei konnten die Konstruktion und Funktionalität der Hanfkalk Wandpaneele gezielt verbessert und getestet werden. Gleichzeitig habe ich mein Netzwerk deutlich erweitert, wertvolle Kontakte geknüpft und erste Kooperationen sowie gemeinsame Projekte auf den Weg gebracht.
Das Ergebnis ist ein konkreter Umsetzungsplan für ein Fertigteilwerk zur Herstellung
nachhaltiger Hanfkalk-Wandpaneele, einschließlich einer klaren Wachstumsstrategie
für die kommenden Jahre. Das Ziel ist es, klimafreundliche und gesunde Baustoffe in die
Breite zu bringen und somit einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Bauindustrie zu
leisten.
Mit den Hanfkalk-Wänden soll dazu beigetragen werden, die ökologischen und
gesundheitlichen Auswirkungen der Bauindustrie nachhaltig zu reduzieren. Hanf als
zentraler Rohstoff bietet dabei zahlreiche Vorteile: Er bindet langfristig CO₂, benötigt im
Anbau vergleichsweise wenig Dünger und Pestizide und kann sogar zur Verbesserung
der Bodenqualität beitragen. So entsteht ein umweltfreundlicher Baustoff, der
Ressourcen schont und aktiv zum Klimaschutz beiträgt. Gleichzeitig sorgen HanfkalkHäuser dank der natürlichen hygrothermischen Eigenschaften des Materials für einen geringeren Energieverbrauch sowie ein gesundes und angenehmes Raumklima.
Durch ein innovatives und effizientes Produktionsverfahren arbeite ich daran, die Kosten
von Hanfkalk als Naturbaustoff zu senken. Das Ziel ist es, nachhaltiges Bauen für mehr
Menschen zugänglich zu machen und unseren positiven Beitrag für Umwelt und
Gesellschaft kontinuierlich zu vergrößern.
Die Sustainability Challenge hat das Start-up sowohl fachlich als auch persönlich
entscheidend vorangebracht. Durch die vielfältigen Lehreinheiten, Workshops und insbesondere das Start-up Camp konnte ich mich intensiv mit dem Geschäftsmodell,
der Strategie und den nächsten Entwicklungsschritten auseinandersetzen. Dabei habe
ich wertvolle Methoden, Werkzeuge und Impulse erhalten, die mir dabei helfen, mein
Vorhaben strukturierter und zielgerichteter umzusetzen.
Ein besonders großer Mehrwert war der Austausch mit den anderen teilnehmenden
Start-ups. Die unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Herausforderungen
haben zu vielen inspirierenden Gesprächen geführt. Wir konnten voneinander lernen,
uns gegenseitig motivieren und ein unterstützendes Netzwerk aufbauen. Dieser offene
Austausch hat uns gezeigt, dass viele Herausforderungen im Gründungsprozess geteilt
werden und gemeinsam oft leichter zu bewältigen sind.
Persönlich habe ich durch das Programm deutlich mehr Vertrauen in die Umsetzbarkeit
der Idee gewonnen. Die Sustainability Challenge hat mir geholfen, die Potenziale des
Projekts klarer zu erkennen und die nächsten Schritte mit mehr Sicherheit anzugehen.
Gleichzeitig habe ich gelernt, dass Nachhaltigkeit allein häufig nicht ausreicht, um
Kunden zu überzeugen. Erfolgreiche nachhaltige Lösungen müssen zusätzliche
Mehrwerte bieten – etwa wirtschaftliche Vorteile, eine hohe Produktqualität oder einen
wettbewerbsfähigen Preis. Diese Erkenntnis hat mein Verständnis dafür geschärft, wie
ich mein Angebot am Markt positionieren und langfristig erfolgreich etablieren kann.
Insgesamt hat die Sustainability Challenge unser Projekt auf eine neue
Entwicklungsstufe gehoben. Die dabei gewonnenen Kenntnisse, Kontakte und
Erfahrungen werden mich auch in Zukunft dabei unterstützen, mein Vorhaben
erfolgreich umzusetzen und einen positiven Beitrag für Umwelt und Gesellschaft zu
leisten.
gute unterstützung
Coaches

Michael Ambros
BOKU:BASE

Rudolf Dömötör
WU Gründungszentrum
