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Hirsch Servo

Molded Pulp – A Sustainable Packaging Solution

Bereits Ende des Jahres 2018 hat unser Kooperationspartner, die Hirsch Servo Gruppe, als gut vernetzter Hersteller und Lieferant von Transportschutzverpackungen, die strategische Entscheidung getroffen, seine Werkstoffpalette in Richtung Molded Pulp zu erweitern. Im Zuge jener Entscheidung wurde in Kärnten ein Kompetenzzentrum errichtet, in dem das benötigte Know-How rund um die Produkte gewonnen und in weiterer Folge in die Gruppe zur industriellen Implementierung ausgerollt werden soll.

Bei Produkten aus Molded Pulp handelt es sich um Faserformteile aus nachhaltigen Rohstoffen. Jene Faserformteile finden vor allem Anwendung als Transportschutzverpackungen in der klassischen technischen Industrie, der Elektrobranche oder auch als Lebensmittel- oder Getränketräger.

Als Rohstoff dienen dabei pflanzliche Fasern, die entweder als frische Primärfaser oder bereits recycelte Sekundärfaser Anwendung finden. Durch die Verwendung von pflanzlichen Fasern und Wasser als einzige Roh- und Hilfsstoffe in der Produktion, wird hier eine ökologisch nachhaltige und vollständig recycelbare Alternative im Verpackungssektor geboten. Jene hier erzeugten Produkte können somit vollständig in die bestehende Kreislaufwirtschaft von Papier- und Pappenerzeugnissen eingegliedert werden.

Unser Projekt umfasst dabei mehrere Zielsetzungen. Zum einen wird die aktuelle Marktsituation untersucht und bestehende Märkte definiert. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf dem Erkennen von potentiellen neuen Märkten, welche aktuell von fossilen Werkstoffen abhängig sind und dem Bilden von möglichen Lösungsansätzen. Des Weiteren soll rund um das firmeninterne Produkt, das über bestehende Vertriebswege verkauft wird, eine eigene Marke kreiert werden, welche den ökologischen und nachhaltigen Aspekt des Produkts wiederspiegelt. Konkret sollte jene Marke mit selbstständigen Logo und Auftritt in der Firma implementiert und umgesetzt werden. In weiterer Folge sollte die Rohstoffforschung weiter vorangetrieben werden, indem neue potentielle pflanzliche Fasern auf ihre Tauglichkeit geprüft und ihre mechanischen Kenndaten ermittelt werden. Jene Forschung sollte dabei mit Augenmerk auf je nach Standort unterschiedlich vorhandenen Ressourcen durchgeführt werden, um bestmögliche Lösungen für den jeweiligen Standort festzulegen.

Zur Lösung letzteren Problems wurde eine Laborversuchslage entwickelt, an welcher testweise Prototypen des Produkts mit neuen Materialen geprüft und auf ihre Funktionalität untersucht werden können. Die wirtschaftlichen Themen betreffend, wurden bereits erste Analysen durchgeführt und Rohkonzepte aufgestellt.

Zu den aktuell wichtigsten Ergebnissen zählen mit Sicherheit die Gewissheit, dass dem Produkt, das sich bereits präsent in unterschiedlichen Märkten zeigt, noch sehr viel Potential zu Grunde liegt und durch weitere Forschung und Entwicklung Märkte mit großem Wachstumspotential erschlossen werden können. Die zu entwerfende Marke betreffend wurden bereits wichtige Punkte konkretisiert und vergegenwärtigt, derer es bedarf, um am Markt ersichtlich zu werden und um sich als nachhaltige Lösung im Verpackungssegment zu platzieren.

Studierende

Kerschbaumer Raphael, Universität für Bodenkultur Wien, HNT
Seebacher Michael, Universität für Bodenkultur Wien, HNT